Ein ambivalentes Wahlergebnis, endlose Baustellen, und ein Waffenfund

Zur Monatsversammlung am Dienstag konnte Ortsvorsitzender Herbert Petrilak-Weissfeld 14 Mitglieder und Interessenten begrüßen. Sein erstes Thema war der Oberbürgermeisterwahlkampf in Deggendorf den die Plattlinger Genossen mit der Leihe von Plakathängern und Dreieckständern, sowie der Teilnahme an Veranstaltungen unterstützt hatten.

„Jakob Hamburg hat sich wacker geschlagen, und gemessen an seiner Jugend und den Ergebnissen der Mitbewerber Franzel und Hauser ein Achtungsergebnis erzielt. Er war so fleißig und engagiert bei der Sache, dass der Deggendorfer SPD zu wünschen ist, dass er ihnen erhalten bleibt.“

Von einer anderen Warte sah es Kreis- und Stadtrat Georg Weiß. „Das einstellige Ergebnis ist eine absolute Blamage. Das ist keine Kritik an Jakob, doch wenn nicht einmal der in den letzten Jahren niedrige zweistellige Durchschnitt erzielt wird ist dies ein klares Armutszeugnis für die Deggendorfer SPD .“

Nächstes Thema des Ortsvorsitzenden war die Sanierung des Schulzentrums in Deggendorf: „Wäre das Robert-Koch-Gymnasium nach Plattling gekommen, wäre nun weniger marode Baumasse zu sanieren. Plattling hat ein positives Bevölkerungswachstum, so dass der Bestand geischert wäre, und wir hätten gewiss einen Neubau auch finanziell unterstützt. Wie im Falle des Baus des Klinikums auf dem Perlasberg, das dort heute hohe Folgekosten verursacht, zeigt die neuerliche Verweigerung wiederum, wie ernsthaft in wirklich wichtigen Fragen faire Zusammenarbeit im Oberzentrum von Deggendorfer Seite aus gesehen wird.“

Georg Weiß schlug in die gleiche Kerbe: „Zu den Ergänzungen der Oberzentrumsvereinbarung waren alle Fraktionen aufgerufen Vorschläge zu erarbeiten. Angesichts der gemachten Erfahrungen fiel mir dazu nichts ein. Doch während immerhin die anderen Plattlinger Fraktionen Vorschläge einreichten, kam von Deggendorfer Seite gar nichts.“ Deshalb stellte Weiß in der letzten Sitzung des Interkommunalen Entwicklungsausschusses des Oberzentrums den Antrag, das bisher Erreichte zusammenzustellen, damit man sehe, ob man der Regierung gegenüber überhaupt etwas vorweisen kann.

Die Auslegung der Pläne zu den Schallschutzwänden der Bahn entlang der innerstädtischen Gleisstrecke war das nächste Thema das Ortsvorsitzender und Stadtrat Petrilak-Weissfeld einbrachte. „Hoffentlich wird’s bald was mit dem baldigen Bau, bei der zunehmenden Zahl an Zugbewegungen können wir eine weitere endlos zähe Baustelle nicht brauchen.“

Eine ähnliche Problematik liege am nördlichen Bahnhofsgelände vor. Dort gehe zurzeit mit der Skaterbahn und den weiteren Planungen nichts voran. „Hier müssen wir aufpassen, ob wir neben der Skaterbahn wirklich insgesamt 900.000€, wie bereits beschlossen, dort verbauen sollten. Bei einer solche Menge Geld für ein Freizeitgelände hört sich der Spaß eigentlich auf,“ ergänzte Georg Weiß.

Zum Abschluss ging Petrilak-Weissfeld auf das Gerichtsurteil gegen die Frau des stellvertretenden Landrats Peter Erl ein. "Das könnte glatt aus der Feder Ludwig Thoma's sein: Ein Vizelandrat erbt eine Waffe und überlässt sie samt Munition seiner Frau zur angeblich alleinigen Verfügung. Die nicht angemeldete, halbautomatische Waffe wird anlässlich einer Durchsuchung in anderer Sache gefunden, und nicht der Eigentümer wird mit der gesetzlich angebrachten Mindeststrafe, sondern die arglose Verwahrerin wird unter Bauchschmerzen des Richters mit Rabatt bestraft.

Der in der Sache offenbar unkundige Vizelandrat wird zumindest jetzt wissen, wie mit ererbten Waffen umzugehen ist, und in welchem Amt Waffenbesitzkarten beantragt werden können."

(Bild:PNP)