Ein wichtiger Abschnitt zum Lückenschluss

Die planerischen Untersuchungen zur Realisierung eines Geh-und Radweges an der Enchendorfstraße, sowie die Terminplanungen zur Kommunalwahl waren die Haupthemen der Monatsversammlung des SPD-Ortsvereins.

Ortsvereinsvorsitzender Herbert Petrilak-Weissfeld konnte am vergangenen Donnerstag wieder zahlreiche Mitglieder begrüßen um sie als erstes über den Stand der aktuellen Planungen zum Ausbau der Enchendorfstraße zu informieren. Der für Radfahrer und Fußgänger verkehrssichere Ausbau der ohnehin sanierungsbedürftigen Enchendorfstraße ist für die SPD ein bereits seit langem dringendes Anliegen, denn die gegenwärtige Gestaltung verführt viele Autofahrer zum zu schnellen Fahren.

Nachdem der Stadtrat bereits Voruntersuchungen zur Straßenführung in Auftrag gegeben hatte, wurde im Anschluss daran das Büro Wasmeier mit der Untersuchung des Bedarfs an Grundstücksaufkäufen an der vom Kapellenweg in Enchendorf bis zur Einfahrt des Kartoffelaufbereitungsbetriebes (früher Baywa) beauftragt. Auf der rechten Seite dieses Straßenabschnittes soll ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut werden.

Geh&Radweg Enchendorfstraße
(© Google Maps)

Fraktionssprecher Georg Weiß informierte die Versammlung darüber, dass es bereits in den neunziger Jahren Planungen zur Erneuerung der heute maroden, und nur provisorisch gestützten Bahnüberführungen zwischen Enchendorfstraße und Amesmeierweg gab. Eine davon unabhängige, spätere städtische Planung zur Bau einer Verlängerung der Dr.-Wanninger-Straße mit Überführung der Gleisanlagen und Schwenk auf eine verlängerte Enchendorfstraße scheiterte am Widerstand privater Grundstücksbesitzer. Da die Kosten für den aktuell geplanten Geh- und Radweg nicht auf die Anleger umgelegt werden, und auch der Unterhalt sowie Schneeräumen in der Pflicht der Stadt stehen, und sich der Wert der anliegenden Grundstücke durch die verbesserte Verkehrssicherheit erhöhen wird, hofft die SPD nun auf die baldige Zustimmung der Grundstückseigentümer.

Die mageren Ergebnisse für SPD und Grüne bei der Bundstagswahl, und die daraus notwendigen Sondierungen mit CDU und CSU über die Bedingungen einer großen Koalition führten auch bei den Plattlinger Sozialdemokraten zu großem Unbehagen. „Uns wird nicht anderes übrig bleiben, als die große Koalition einzugehen,“ befürchtete Georg Weiß, „Neuwahlen brächten die FDP und die AfD in den Bundestag, was zu einer weiteren Schwächung aller jetzt dort vertretenen Parteien führen würde, wohl aber besonders zu unserem Schaden wäre.“ Der Ortsvereinsvorsitzende Herbert Petrilak-Weissfeld war jedoch der Ansicht, dass eine große Koalition mit über 500 Abgeordneten zu viele Mandate hätte, und es doch einer Minderheitsregierung Merkel möglich sein müsste mit nur fünf fehlenden Stimmen Mehrheiten zu vernünftigen Gesetzesvorhaben zu organisieren. „Eine tolle Sache ist es jedenfalls, dass das Ergebnis von Koalitionsverhandlungen allen unseren Mitgliedern zum Entscheid darüber vorgelegt wird. Die SPD beweist damit Mut zu basisdemokratischen Entscheidungen.“

Anschließend wurden die nächstliegenden Termine des Ortsvereins besprochen. Die Nominierung des Bürgermeisterkandidaten der SPD wird am 21. November vorgenommen, die Weihnachtsfeier des Ortvereins mit Ehrungen langjähriger Mitglieder wird am 30. November stattfinden, und die Nominierungskonferenz zur Stadtratsliste ist für die erste Dezemberhälfte vorgesehen. Hierzu wird gegenwärtig noch auf mögliche Terminkollisionen geprüft.