Eine Fehlentscheidung zulasten von Pielweichs

KVJS Titel

Plattling wächst erfreulicherweise und so wächst auch der Bedarf an Plätzen zur Kinderbetreuung. Mittlerweile fehlen in den Kindergärten 50 Plätze, dies entspricht zwei Gruppen. Die in der letzten Stadtratssitzung von der CSU-Mehrheit gegen SPD und FWG beschlossene Entscheidung, in der Auswahl der zur Verfügung stehenden Alternativen den Kindergarten St. Michaeli um zwei Gruppenräume zu erweitern, ist nach Ansicht von SPD und FWG falsch. Damit war die Erweiterung des St. Michaeli das wichtigste Thema der Monatsversammlung der Plattlinger SPD.

Der merkwürdigste Spruch in der Debatte
Fraktionsführers Georg Weiß kam in der Einführung zum Thema auf Stadtrat Max Thoma zu sprechen, der in der Debatte die Äußerung in Richtung der Opposition tätigte: „Ihr wollt's doch ned ernsthaft in dieses Staunzenloch bauen?“. Diesen Ausspruch bezeichnete Weiß als äußerst merkwürdig für einen Stadtrat der sich sonst gerne als überzeugten Pielweichser zeige. Unverständlich ist im auch, wie angesichts der regen Bautätigkeit im Bereich Pielweichs die anderen dort wohnhaften Stadträte der CSU gegen ihren Ortsteil stimmten. „Hier zeigt sich wieder die Wirksamkeit des stets bestrittenen Fraktionszwangs in der CSU.“ Die Untersuchung von möglichen Standorten für den vom SPD-Stadtrat beantragten Neubau eines Kindergartens in Pielweichs zeige genug Möglichkeiten auf, wenn dazu der ernsthafte Wille bestünde.

Vor allem auf das Wohl der Kinder achten
Stadtrat Petrilak-Weissfeld wies in der Stadtratssitzung auf eine Fachpublikation des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales des Nachbarlandes Baden-Württemberg hin, die Einrichtungen zur Kinderbetreuung nur bis zu einer Größe von vier Gruppen als noch sinnvoll bezeichnet, da größere Einrichtungen für Kinder erfahrungsgemäß unüberschaubar seien. „Eine Erhöhung der Zahl der Gruppen in St. Michaeli von bereits vier auf dann sechs, ist demnach pädagogisch nicht sinnvoll. Wir haben nicht nur auf die Vorteile bei den Kosten für einen vollständigen Neubau, und vielleicht auch beim Personaleinsatz zu achten, sondern vor allem auf das Wohl der Kinder.“ Link: Fachpublikation zu Kitas (PDF, 289 kB)

Freier Bauplatz wäre vorhanden
„Immer wieder wurde seitens der CSU für den Erhalt der Spiel- und Bolzplätze geworben. Dabei ist das große Gelände zwischen Georg-Eckl-Straße, Schlittenberg und Steinfeldstraße mit seinen 6400 Quadratmetern mehr als ausreichend groß, um darin einen bequem zu erreichenden Kindergarten unterzubringen. Auch die darüber laufende Grünzug-Markierung ist da kein Hindernis, denn die läuft auch über unser Stadion, das Freibad und die Schulen in dem Bereich. Wenn der Stadtrat es will, kann also gebaut werden. Die Fairness gegenüber den Pielweichser Familien rechtfertigt die Mehrkosten aus Bau und Unterhalt, die unsere Stadt sich ohne Probleme leisten kann“, schloss Georg Weiß das Thema ab, ohne den Bereich gänzlich zu verlassen.

Kita Standort Pielweichs
Kita Standort Pielweichs

Sparkasse um Erklärung gebeten
„Wir haben unsere Mittelschule asbestfrei gemacht, warum soll also das Sparkassengebäude am Stadtplatz nicht saniert werden können? Dies möchte ich von einem der Vorstände erklärt bekommen, darum habe ich in der Stadtratssitzung beantragt, dass einer zu einer Sitzung gebeten wird. Plattling ist einer der Gewährsträger der Sparkasse, darum haben wir zumindest ein Recht auf Aufklärung, warum der Umzug der letzten in Plattling verbliebenen Abteilung unvermeidlich sein soll.“ Unverständlich bleibt für den erfahrenen Stadtrat Georg Weiß auch, dass trotz Hochwasserfreilegung des Bereichs Schiltorn es der Firma Zizler nach wie vor verweigert wird auf dem dort eigenen Grundstück zu bauen. „Plattling hat große Probleme Flächen zur Gewerbeansiedlung zu finden, der Stillstand in Sachen Zizler bleibt ein Ärgernis.“

Tierheim und Ostereier
Unter dem Punkt Bekanntgaben wies Ortsvereinsvorsitzender auf zwei Termine hin: Am 08.04. um 14:00 Uhr besuchen die Plattlinger SPD sowie die Ortsvereine Stephansposching und Moos das neue erbaute Tierheim zur Besichtigung und Spendenübergabe. Und am 15. April verteilen die Mitglieder der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) am Vormittag wieder rote Ostereier am Ludwigsplatz.