"Heidi - komm bald wieder!"

Mehr als ein halbes Leben hat Heidi Werner für die SPD, die AsF, für die Stadt Plattling und den Landkreis Deggendorf ehrenamtlich gearbeitet. Für ihre 36 Jahre im Stadtrat und 30 Jahren im Kreistag beendete sie zum Ende des vergangenen Jahres ihre "schönste Zeit", und zog zur Familie ihres Sohnes nach Neustadt an der Aisch. Die SPD-Fraktion dankte ihr gestern Abend mit einer festlichen Verabschiedung für ihren Einsatz und ihre Erfolge.

Der stellvertretende Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzende Herbert Petrilak-Weissfeld freute sich, dass er nicht nur alle SPD-Stadträte, sondern auch die frühere MdB Bruni Irber und die stellvertretende Kreisvorsitzende Inge Slowik unter den zahlreichen Anwesenden begrüßen konnte.

Der Fraktionsvorsitzende Georg Weiß, der mit ihr 1978 zum ersten Mal in den Stadtrat einzog, trug die Laudatio vor. Mit bewegenden Worten hielt er Rückschau auf eine lange gemeinsame Zeit und die von Heidi Werner mit unermüdlichen Sinn für Kinder und Jugendliche anvisierten und durchgesetzten Projekte. Die Grünanlage am stadtnahen Mühlbach, 17 Kinderspielplätze und der Jugendtreff sind heute nicht wegzudenkende Bereicherungen im Plattlinger Stadtbild. Weiß erinnerte aber auch an ihren Einsatz für die Rolle der Frau in der Politik und ihren Anteil an die erreichten gemeinsamen Erfolge.

Laudatio Hedi Werner (PDF, 2,67 MB)

Verabschiedung Heidi Werner
Die Fraktionskollegen Herbert Petrilak-Weissfeld, Georg Weiß, Reinhold Gems, Mustafa Yilmaz und Martin Halser überreichen ihr Abschiedsgeschenk.

Sichtlich groß war Heidi Werners Freude über die vom Plattlinger Künstler Gerhard Mitterbauer geschaffene Ansicht der Gebäudezeile von Rathaus bis zum "Seray Grill", zwei ihrer Lieblingsplätze.

Inge Slowik überbrachte in Vertretung des erkrankten Ewald Straßer, und der in Berlin unabkömmlichen MdB Rita Hagl die Grüße der Kreis- und der Unterbezirksvorstandschaft. Zum bleibenden Zeichen der Dankbarkeit überreichte sie Heidin Werner den Ehrenbrief der SPD. Die Plattlinger ASF-Vorsitzende Sabine Liebhaber dankte ihrer langjährigen Vorgängerin "mit einem lachenden und einem weinenenden Auge". So sehr man mit ihr die Freude auf das Leben mit der Familie ihres Sohnes teile, so groß ist doch auch die Wehmut über den Abschied. "Heidi, komm bitte bald wieder", schloss sie ihren Dank im Namen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen. Auch von der AsF bekam Heidi Werner ein Abschiedsgeschenk, das "Kreuz des Bischofs Pilgrim" aus der Werkstatt Kirsten Plank. Das versprach die Beschenkte gerne und bedankte sich mit herzlichen Worten und unübersehbar wehmütiger Rührung.

"Nun hast du den Dank der Gegenwart bekommen, doch nun holt dich die Vergangenheit ein", ergriff wieder Petrilak-Weissfeld das Wort und überreichte der zunächst verblüfften, dann wieder strahlenden Heidi ein Bild aus dem Jahr 1972, das sie in der Plattlinger Geschäftsstelle neben dem damaligen SPD-Landtagsabgeordneten Josef Dittmeier zeigt. Dahinter die Stadträte Karl Pfisterer und Siegfried Scholz, sowie Ernst Slack, dem damaligen Vorsitzenden des DGB-Ortskartells.

Heidi 1972

(09.02.2014, HPW)