Kein Thema im Stadtrat: Antrag des Kreisverbandes der Linken

Eines ist völlig klar: Mit der Gschaftlhuberei des Kreisverbandes der Linken beschäftigt sich der Plattlinger Stadtrat nicht.
Denn beim Antrag des Vorsitzenden Heinz-Michael Vielsmeier, der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Herrn Gerhard Schneider, dem küngftigen Leiter des Bezirksklinikums Mainkofen, fehlt es "vom Boa" weg:

  • Die Benennung von Straßen ist ausschließlich eine Plattlinger Angelegenheit.
  • Ausschließlich Stadträte können Anträge zur Behandlung im Plenum stellen. Anträge zur Tagesordnung können von außen zwar angeregt, aber nicht eingefordert werden.
  • Ehrenbürgerschaft wird nicht für Einzelleistungen, sondern für ein Lebenswerk verliehen.
  • Straßenbenennungen erfolgen nicht zu Lebzeiten *

Herr Gerhard Schneider ist zudem völlig zu Recht empört. Denn er wurde in der Sache nicht gefragt: Eine bodenlose Unverschämtheit

Mit der Forderung des Kreisverbandes der Linken steht nun die Eindruck im Raum, Herr Schneider hätte die Aufklärung um die furchtbaren Vorgänge in der Zeit der Nazi-Herrschaft aus Gründen der Selbstdarstellung betrieben. Herr Gerhard Schneider hat in sachkundiger, akribisch wissenschaftlicher, und vor allem in selbstloser Weise einen unverzichtbaren Beitrag zur historischen Aufarbeitung erarbeitet. Eine klare Entschuldigung seitens des Kreisvorsitzenden Heinz-Michael Vielsmeier ist nun gefordert.

Herbert Petrilak-Weissfeld,
Stadtrat

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(* Für Gewerbegebiete gilt die einzige Ausnahme. So wurden die Gründer der drei größten Betriebe in Plattling zu Lebzeiten mit der Benennung von Straßen geehrt, die zu den Betrieben führen.)