Maria Ottl zu Grabe begleitet

Marille Ottl

Heute wurde in großer Trauer die beliebte frühere AWO-Vorsitzende und Stadträtin Maria Ottl zu Grabe getragen. Mit dem ersten Bürgermeister Erich Schmid begleiteten zahlreiche Mitglieder von SPD und AWO, aktive und frühere Stadträte und Freunde die Familie auf ihrem schmerzlichen Gang.

Noch im vergangenen Sommer konnten die AsF-Vorsitzende Sabine Liebhaber und der SPD-Vorsitzende Herbert Petrilak-Weissfeld Frau Ottl im Kreis ihrer Familie am sonnigen Kaffeetisch vor dem Cafe im Isarpark zum 85. Geburtstag gratulieren. Im Herbst besuchten der Fraktionsvorsitzende Georg Weiss und der Ortsvorsitzende sie in ihrem Zimmer im Isarpark, um sie mit Urkunde und Nadel für 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD Plattling zu ehren. Bei beiden Gelegenheiten hat sie sich sehr gefreut, und ihrer Verbindung zum Ortsverein herzlichen Ausdruck gegeben.

Maria Ottl war stets ein herzlicher und freundlicher Mensch. Dennoch, und trotz ihrer Zierlichkeit und Bescheidenheit, setzte sie sich stets mit Nachdruck, und wo nötig, auch laut für Gerechtigkeit und Wohlfahrt in unserer Gesellschaft ein. Es ist gewiss keine Übertreibung, wenn das Aufblühen Plattlings auch mit ihrem buchstäblich Jahrzehnte andauernden gesellschaftlichem Engagement als Gewerkschafterin, aber besonders auch für Kindern und Senioren, in Verbindung gebracht wird. Sie gründete die Arbeiterwohlfahrt in Plattling neu, und war sieben Jahre deren Vorsitzende. Ab 1990 war sie 12 Jahre lang Stadträtin und weiterhin sehr aktiv in AWO, der AsF und im SPD-Ortsverein. Erst nach ersten schweren Erkrankungen zog sie sich in den letzten Jahren zurück, blieb aber voller Anteilnahme der Sozialdemokratie treu.

Marille Ottl

Am Ziel des letzten Ganges würdigte Petrilak-Weissfeld die Verstorbene als einen wertvollen Menschen, der über das unverzichtbare "Miteinander" hinaus sich stets für das weitergehende "Füreinander" eingesetzt habe. Er erinnerte daran, dass Maria Ottl ihre frühe Jugend in der Zeit des zweiten Weltkrieges verbringen musste, deren Schrecken sie zeitlebens begleitete. Damit sei sie eine der immer weniger werdenden Zeitzeugen gewesen, derer die sich sichtbar verändernde Welt mit zunehmenden Abstand zur schrecklichen Zeit eigentlich immer stärker bedarf. Um so wichtiger sei, dass die Erinnerungen und Mahnungen der Zeitzeugen unvergessen bleiben.

Mit ihrer Famile trauern die Mitglieder der SPD um ihre Marille. Doch sie wird ihr stets ein dankbares und ehrendes Gedenken bewahren.

08.01.2017 (Bild: Archiv PNP)