Mit christlicher Kultur hat das nichts zu tun

„Die Reform des Asylrechts über das Dubliner Einkommen ist gescheitert, die Fluchtwege über das Meer fordern Jahr für Jahr tausende Tote, und Europa schaute lange zu“. Harsch war die Einleitung des Ortsvorsitzenden Herbert Petrilak–Weissfeld zur Mitgliederversammlung der SPD.

Ohne Hirn Millionenschaden verursacht
Deutschland sei eine Zeit lang von sicheren Drittstaaten umgeben, doch die Nachbarn Deutschland würden es schlicht nicht mehr schaffen, und es teils auch gar nicht mehr wollen, die vielen zehntausende Flüchtlinge von Deutschland fern zu halten. „Seehofer drehte sich mal wieder, und stößt nun so machen Minister und Landrat vor den Kopf, die noch vor kurzem tönten, das Boot sei voll, und auch gern betonten, wie gering doch die Zahl der anerkannten, also wirklichen Asylberechtigten doch ist.“ Endlich sähen nun auch christlich-soziale Politiker ein, dass dem tausendfachen Sterben nicht tatenlos zugesehen werden könne. Mit Entsetzen müsse man zudem feststellen, dass Brandlegungen aus Fremdenhass immer zahlreicher werden. „Hätten die Fremdenhasser nur etwas mehr Hirn, würden sie nicht Brand an Flüchtlingsunterkünfte legen, denn der Schaden über mittlerweile mehrere Millionen muss erneut von den Steuerzahlern beglichen werden.“

Stadträtin Bärbel Vollkommer-Würfel berichtete aus der Geburtenstation des Deggendorfer Klinikums, das durch die große Zahl hochschwangerer Frauen aus der Erstaufnahmeeinrichtung gegenwärtig Hochbetrieb herrsche. Frauen kommen ohne medizinische Voruntersuchung in den Kreißsaal, weil einfach die Kapazitäten dazu fehlen. „Die Hebammen wissen meist nichts über die gesundheitliche Verfassung der Schwangeren und der ungeborenen Kinder, es ist manchmal ein Kuddelmuddel.“

"Der arabische Frühling musste scheitern"
„Solange muslimische Terrororganisation wie Isis und Boko Haram wüten, wird die Flüchtlingsproblematik vor Ort nicht zu lösen sein, “ meldete sich Georg Weiß, Fraktionsvorsitzender und Kreisrat, zu Wort. „Und wir müssen dabei schon die Verantwortlichen benennen: Wo der Amerikaner zur Sicherung seiner Ölversorgung einmarschierte, hinterließ er Chaos.“ Viele Kenner der Verhältnisse Afrikas und Arabiens hätten von Anfang an gewusst, was dem Sturz der Diktatoren folgen musste. Die Revolution der Bildungsbürger, der arabische Frühling, musste in diesen Ländern scheitern, denn es gab keine Parteien, keine in Demokratie geübte Strukturen. Es gab nur die muslimischen Organisationen und Verbände. „55 Millionen sind weltweit auf der Flucht. Der Libanon, Jordanien und die Türkei nahmen Millionen Kriegsflüchtlinge auf. Doch bei uns bricht die Panik aus, weil heuer mit 300.000 Flüchtlingen zu rechnen ist. Mit christlicher Kultur hat die Reaktion großer Teile der Bevölkerung nichts zu tun!“

Es geht voran, und doch nichts zügig weiter
Die nächsten Themen hatten damit zwar auch nichts zu tun, doch befindet sich zumindest das erste hinter einer Kirche: Die Baustelle Magdalenenplatz, seit längerem das Dauerärgernis der SPD. „Liebe Freunde, mit Freude kann ich euch mittteilen, dass nun seit mehreren Tagen bis zu zwei Arbeiter auf der Baustelle sind, es geht voran“ berichtete Karl Mader von seinen täglichen Kontrollgängen. Weniger erfreulich war für Georg Weiß jedoch der Geschäftsgang des Stadtrates: „Es ist gute Tradition bei uns, in der Regel zwei Stadtratssitzungen je Monat abzuhalten. Dieses Jahr hatten wir erst vier, und nun schon die fünfte Woche keine. Ich fürchte, da bleibt etliches liegen.“

Wege werden frei
Jedoch konnte der Fraktionsvorsitzende auch eine gute Neuigkeit verkünden: „Der Bezirk schlägt der Stadt Plattling vor, das Trenngrün in Schiltorn zu reduzieren, oder sogar ganz entfallen zu lassen. Somit ist der Weg frei für die Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes. Nach menschlichem Ermessen steht der Ansiedlung der Firma Zizler auf dem bereits seit langem erworbenen Grundstück nichts mehr im Weg.“ Und ein weiteres Ärgernis könne nun beseitigt werden: „Die Schließung des Pielweichser Pflegehäusels, ist ein Schlag für Plattling und besonders die Familien der dort bisher lebenden Pflegebedürftigen. Doch nun kann der Weg, der zwischen dem Grundstück und dem Baugebiet Pielweichs II, der bisher für Kfz gesperrt war, nun zur ordentlichen Straße werden, und so den Anwohnern den Umweg über den Meisenweg ersparen.“

MV April 2015
Die Guten Nachrichten erfreuten die Versammlung. Links vorne die Stadträte Georg Weiß, Herbert Petrilak-Weissfeld und Reinhold Gems (rechts). Hinten 2, v.r. Bärbel Vollkommer-Würfel