SPD hat viele Projekte zum Laufen gebracht

Aus der letzten Monatsversammlung – Sportpark Nord, Baugebiete und Wasserpreise

Plattling. In der letzten Monatsversammlung der Plattlinger SPD konnte sich Vorsitzender Herbert Petrilak-Weissfeld über 15 Teilnehmer freuen. Auf der Tagesordnung standen die laufenden Aktionen und Vorhaben der Stadt und des Ortsvereins.

Im Oktober war noch zu befürchten, dass mit der „ewigen Baustelle Sportpark“ im Norden des Bahnhofsgeländes auch nächstes Jahr nichts weitergehen würde. So wird dank des Drängens der SPD-Fraktion nun doch im Herbst nächsten Jahres mit dem Bau der Skater- und Bikeranlage begonnen.

Sportpark Nord (PDF, 552 kB)

Eine Brache mit hohem Potential
Bereits 2006 regte die SPD an so einen Sportpark in Plattling zu errichten. „Endlich geht was weiter und ich freue mich, dass selbst der Planer in der letzten Stadtratssitzung zugegeben hat, dass die Maßnahme teurer wird, als bisher angenommen. Doch wenn die Honorare aller Vergabeteile und die Mehrwertsteuer darauf berechnet sind, dann werden wir deutlich über eine Million Euro für den Sportpark ausgeben“, merkte Fraktionsvorsitzender Georg Weiss an. Zusammen mit den sich anschließenden Bauvorhaben der Firma T.CON, deren Gebäude nicht zufällig die selbe beeindruckende Architektur wie das Verwaltungsgebäude der dazu benachbarten Yorma's AG (s. Bild) aufweisen werden, mit den neuen Parkplätzen, und den zur Sanierung anstehenden ehemaligen Betriebsgebäuden der Bahn entstehe im Norden des Bahnhofs ein neues Quartier, das den gesamten Bereich aufwerten werde.
Nordpark Mitte (PDF, 1,12 MB)

Verpasste Zuschüsse
Ein großes und dringliches Anliegen ist der SPD die Binnenentwässerung des Ortsteils Schiltorn. Georg Weiss erkennt an, dass auf seine schriftlichen Anfragen an die Stadtverwaltung immerhin wieder Bewegung in die Thematik kam. Er ist jedoch nicht recht zufrieden mit den Antworten: „Der Tenor ist: Da gehen wir nach und nach vor. Es pressiert doch nicht, weil eh nur alle paar Jahre ein paar Senken im Wasser stehen. Doch wollen wir darauf warten, dass es bei uns mittendrin so aussieht wie in Italien  ?“ Ärgerlich für den Fraktionsvorsitzenden ist auch der Umstand, dass die Binnenentwässerung vor Jahren noch mit 75 Prozent bezuschusst worden wäre, doch der Zug sei nun abgefahren.

Bauen nach Bauerherrenwünschen
Weitere Vorschläge der SPD zu den Haushaltsberatungen beziehen sich auf das ehemalige Grumm-Grundstück an der Josef-Froschauer-Straße und den Ammesmeierweg. Die große Nachfrage nach den wenigen neuen Bauplätzen am Fürther Feld zeige, dass starker Bedarf an Grundstücken besteht, auf denen es keine Vorgaben zur stilistisch einheitlichen Bebauung gibt. Hierzu wäre das vergleichsweise kleine Baugebiet nahe der Rennbahn bestens geeignet. „Am Ammesmeierweg entwässerte sich die nach einer Seite hängende Straße in die ehemaligen Felder. Wegen der Bebauung funktioniert das nicht mehr richtig. Hier muss die Entwässerung nachgebessert beziehungsweise neu erstellt werden,“ erläuterte Weiss den Grund für die nach stärkeren Niederschlägen dort langgezogenen Pfützen.

Gescheitert
„Wenn wir nicht nachfragen, rührt sich leider oft lange nichts“, leitete der Fraktionsvorsitzende zu einem anderen Dauerthema über, den Ausbau der Enchendorfstraße. Hier scheitere aber leider der abschnittsweise erforderliche Grundstücksankauf an einzelnen Grundstückseigentümern. Man müsse nun versuchen, durch die vorhandenen Möglichkeiten die Straße wenigstens so breit auszubauen, dass beiderseits Schutzstreifen für Radfahrer und Fußgänger per Fahrbahnmarkierung möglich sind. Sehr erfreulich sei hingegen, dass aufgrund des Antrags der SPD das Deckenbauprogramm von 250 000 auf 400 000 Euro aufgestockt wird, statt es wie in 2013 noch vorgesehen, auf 200 000 Euro zu kürzen.

Bürger zahlen auf von ihnen eingebrachtes Kapital Zinsen
Letzter Punkt im kommunalpolitischen Teil der Monatsversammlung war das Nein der SPD-Fraktion zur Erhöhung der Wassertarife. „Das staatliche Kapital unserer Stadtwerke stammt aus den Beiträgen unserer Bürger. Auch ohne Einbeziehung der kalkulatorischen Zinsen auf dieses Kapital erzielen die Stadtwerke im Bereich der Wasserver- und -entsorgung Gewinn, trotz fortlaufender Instandhaltungsmaßnahmen. Darum haben wir mit „Nein“ gestimmt, so Weiss.“