„Wir werden weiter aufpassen, dass kein Geld für Unnötiges rausgehauen wird“

Kinderfasching, Faschingsmarkt und Aschermittwoch. Mit den Vorbereitungen zu den Aktionen zur „fünften Jahreszeit“ begannen die Gespräche in der Monatsversammlung des SPD-Ortsvereins. Doch die Entwicklung der städtischen Finanzen waren wieder das Hauptthema des Abends.

Rene Gomm, der Juso-Kreisvorsitzende und Organisationsleiter im Ortsverein, berichtete über den Stand der Vorbereitungen und Einzelheiten zum Kinderfasching-Nachmittag am 20. des Monats im Bischofshof. Einlass ist ab 13 Uhr, das Programm beginnt um 14 Uhr. Für die Kinder sind wieder der Zauberer Tobiasko und die Tombola die Höhepunkte, doch die „Hot Shakers“ aus Straubing werden auch die Erwachsenen in Faschingslaune bringen. Am diesjährigen Faschingsmarkt beteiligt sich die SPD wie in den Jahren zuvor. Mit heißen Cocktails für Jung und Alt sollen Kälte und Nässe bekämpft werden. Die Nettoeinahmen gehen wieder an den Stadtsportverband. Am Aschermittwoch schließlich steigen 10 Genossinnen und Genossen in den vom SPD-Kreisverband bereitgestellten Bus nach Vilshofen, wo die größte der bisherigen Kundgebungen dort mit Steinbrück und Ude stattfinden wird.

Mit Blick auf den Termin im August, ab dem für alle Eltern von Kleinkindern ein gesetzlicher Anspruch auf Krippenplätze gilt, brachte Stadtrat Herbert Petrilak-Weissfeld seine Erwartung zum Ausdruck, dass die vor kurzem in Betrieb genommene Krippe an der Josef-Dittmeier-Straße bald an ihre Aufnahme-Grenzen stößt. „Die Berechnungen aus dem von der Stadt Plattling mit Blick auf ein hier mögliches Gymnasium in Auftrag gegebenen Gutachten zur Entwicklung der Schülerzahlen wird durch den Anstieg der Geburtenzahlen in Plattling bestätigt.“ Hierzu verwies der Fraktionsvorsitzende und Kreisrat Georg Weiß auf die weiteren Plätze des BRK im Isarpark, teilte aber die Auffassung, dass mittelfristig über Erweiterungen nachgedacht werden müsse. Er wies darauf hin, dass die SPD bereits 1992 den Bedarf an Krippenplätzen erkannt, und entsprechende Anträge im Stadtrat gestellt hatte, die aber von CSU und FWG abgelehnt wurden, weil es damals keine Zuschüsse gab. „Zum Glück ist aber dank SPD und FWG und ihrem Bürgerentscheid ein staatliches Finanzpolster vorhanden, aus dem Krippe und Grundschulerweiterung finanziert werden konnten.“

Auch für weitere Projekte und die in diesem Jahr abzuführende hohe Kreisumlage ist aus selben Grund Geld vorhanden. „Es ist in Ordnung, dass die Reserven schmelzen, wenn sie für sinnvolle Ausgaben verwendet werden, wir werden aber weiter aufpassen, dass kein Geld für Unnötiges rausgehauen wird.“ Denn die baulichen Erweiterungen an der Grundschule und der Betrieb der Krippe werden jeden künftigen Finanzhaushalt der Stadt belasten, und wie jeder Stromkunde werden auch die Stromrechnungen für die städtischen Gebäude durch die gestiegenen Stromgebühren höher.

MV Jan2013

(von links nach rechts im Bild: Rene Gomm, Erika Strohmeier, Gertrud Kuhnke, Brigitte Weiß, Georg Weiß, Sabine Liebhaber, Herbert Petrilak-Weissfeld, Anton Bernauer, Peter Petrilak-Weissfeld)